{"id":731,"date":"2011-09-22T15:10:45","date_gmt":"2011-09-22T15:10:45","guid":{"rendered":"http:\/\/there-and-back-again.eu\/deutsch\/?p=731"},"modified":"2019-02-16T19:17:27","modified_gmt":"2019-02-16T19:17:27","slug":"die-besten-gefalschten-tickets-der-langste-zug-und-die-stinkensten-fuse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/there-and-back-again.eu\/deutsch\/2011\/09\/22\/die-besten-gefalschten-tickets-der-langste-zug-und-die-stinkensten-fuse\/","title":{"rendered":"Die besten gef\u00e4lschten Tickets, der l\u00e4ngste Zug und die stinkensten F\u00fc\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p>Wie ihr wohl schon bemerkt habt, handelt es sich um eine Geschichte voller Superlative, wobei wir zumindest auf die\u00a0 letzten \u00e4u\u00dferst gerne verzichtet h\u00e4tten. Der Titel h\u00e4tte auch lauten k\u00f6nnen \u201eVon Ulaanbaatar nach Peking\u201c, aber die ausgel\u00f6sten Assoziationen w\u00e4ren wohl \u00e4rmer gewesen. Jetzt aber zu den Superlativen im Einzelnen.<\/p>\n<p>Die besten gef\u00e4lschten Tickets erhielten wir in unserem Hostel in Ulaanbaatar, da die chinesische Botschaft f\u00fcr die Visumserteilung Ein-und Ausreisetickets f\u00fcr China sowie eine Hostelresevierung f\u00fcr die ersten drei N\u00e4chte verlangt. Da wir allerdings kein direktes Zugticket nach China kauften, sondern Geld sparen und mehr erleben wollten, und da wir auch nicht in einem Hostel schlafen, sondern endlich mal wieder couchsurfen wollten, hatten wir ein Problem. Mr. K., unser freundlicher Hostelbetreiber, hat aus diesem Problem allerdings ein Gesch\u00e4ft kreiert und f\u00fcr nur drei Dollar bekamen wir \u201ethe best fake tickets in town\u201c\/ \u201enever any questions at the Chinese embassy\u201c, wie Mr. K. uns mit Stolz versicherte.<\/p>\n<p>Die Geschichte, wie wir an unsere Zugtickets gekommen sind, habe ich ja schon im letzten Artikel \u00e4u\u00dferst\u00a0 ausf\u00fchrlich geschildert. Mit unseren chinesischen Visa sa\u00dfen wir nun in einem Zug mit 23 Waggons, dem l\u00e4ngsten Passagierzug, den wir je in unserem Leben gesehen haben. Dem entsprach, \u00a0wie man sich unschwer vorstellen kann, allerdings auch die Durchschnittsgeschwindigkeit. Zum Gl\u00fcck kennt unser Geiz aber auch Grenzen und daher haben wir knapp 8 EUR mehr investiert, um liegen zu d\u00fcrfen. Der Zug brachte uns in 15 Stunden zur mongolischen Grenzstadt Zamyn Uud, von wo aus wir mit einem Bus die Grenze \u00fcberquerten, was gut drei Stunden dauerte. Zu Beginn waren wir etwas irritiert, als ein offiziell aussehender Mongole den Bus bestieg und gut 20 Minuten eine Rede hielt, von der wir kein Wort verstanden. Aber wir haben es trotzdem \u00fcber die Grenze geschafft und durften sogar die Servicequalit\u00e4t der chinesischen Grenzbeamtin bewerten (Was zum Teufel soll man da bewerten? Sie l\u00e4sst mich rein = Super\/ nicht rein = super schlecht). Zuvor duften wir auch wie bereits gewohnt unser Gep\u00e4ck mehrfach aus dem Bus schleppen, um es durchleuchten zu lassen. Die mongolischen Grenzbeamten interessierten sich allerdings weniger f\u00fcr das Gep\u00e4ck, das gerade durchleuchtet wurde, als f\u00fcr das youtube Video auf ihrem Handy. Was soll man aus der Mongolei auch raus schmuggeln wollen? Hammelfleisch?<\/p>\n<p>In der chinesischen Grenzstadt Erlian kommen wir nun zum letzten Superlativ. Der entscheidende Fehler lag darin, Tickets f\u00fcr einen (Schlaf-)Nachtbus nach Peking zu kaufen. Dieser Bus bestand aus knapp drei\u00dfig kleinen Betten, die in drei Reihen und zwei Ebenen angeordnet waren. Und wie vieles in China sieht der Bus von au\u00dfen absolut top aus, hat innen allerdings nie eine Reinigung erfahren und wird vielfach nur von Klebeband zusammengehalten. Bereits beim Betreten des Busses schlug uns ein Duft entgegen, den nur 30 Paar Schuhe in Kombination mit\u00a0 30 Paar menschlichen F\u00fc\u00dfen zu erzeugen verm\u00f6gen. Mit anderen Worten, nichts, woran man sich nicht gew\u00f6hnen k\u00f6nnte. Nachdem wir uns allerdings in unsere Betten am Ende des Busses gefaltet hatten, mussten wir feststellen, dass das \u00fcbelst riechende Paar Socken, inklusive zweier F\u00fc\u00dfe, direkt neben uns lag. Da der nette Mensch auch unbedingt erkennen wollte, was im Fernseher am anderen Ende des Busses lief, sa\u00df er die halbe Nacht im Bett und lie\u00df seine F\u00fc\u00dfe genau \u00fcber mir baumeln. Mein Geruchssinn hat wohl einen dauerhaften Schaden davongetragen. Dieser Umstand lie\u00df allerdings wenigstens Freude dar\u00fcber aufkommen, dass wir bereits um drei Uhr nachts in Peking ankamen. Nicht die beste Uhrzeit , um seine couchsurfing-Gastgeberin zu wecken, aber besser, als weitere Stunden \u201eSchlaf\u201c in diesem Bus. Und so bekamen wir die Chance, bei mehreren Kannen Tee die Stadt beim Aufwachen zu beobachten und durften uns dar\u00fcber freuen, 90 EUR gegen\u00fcber dem Direktzug (Ulaanbaatar-Peking) gespart zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ihr wohl schon bemerkt habt, handelt es sich um eine Geschichte voller Superlative, wobei wir zumindest auf die\u00a0 letzten \u00e4u\u00dferst gerne verzichtet h\u00e4tten. 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